Clubregatta 2014

ttt  Ein besonders toller Törn sollte es  werden. Die Clubregatta zum 45.
 Geburtstag des YCW, bei Sonnenschein,  angesagten 2-3 Windstärken
 und einer Wettfahrt rund Jappensand.  Das bunte Treiben am Steg des
 Vereins fand bereits am frühen Morgen  kurz nach 7 Uhr sein Ende.

 Die teilnehmenden Boote machten sich  von der Clubanlage nach
 Durchqueren der beeindruckenden  Kaiser-Wilhelm-Brücke auf den Weg
zur Seeschleuse, um rechtzeitig um 9 Uhr den Startbereich zu erreichen.
Einige der angemeldete Teilnehmer legten erst gar nicht ab, ein anderer
hatte bei der Fahrt durch den Hafen mit Motorproblemen zu kämpfen und
kehrte zur Sicherheit um.

tttDie Regattaleitung hatte den Starttermin unter Berücksichtigung der Tide
festgelegt, damit die Boote mittels auflaufendem Wasser in den
Jadebusen einfahren und mit ablaufenden Wasser auch wieder
herausfahren können. Da der Kurs am Rande des Watts entlangführte,
war es bei den vorherrschenden Windverhältnissen ein anspruchsvolles
Unterfangen.

Eine Verzögerung ergab sich bereits dadurch, dass das Start-/Zielschiff,
von welchem über eine Fahrwassertonne die Startlinie gepeilt wird, mit
technischen Problemen zu kämpfen hatte und zum Ankerplatz geschleppt
werden musste. Der Start wurde verschoben; der Wind schlief zusehends
ein.

Die Regatta wurde gestartet. Durch die vorherrschende Windrichtung und
dem Umstand, die Fahrwassertonnen ohne Kreuzen umrunden zu wollen,
führte der Kurs der teilnehmenden Boote dicht an der Wattkante entlang.
Ein kleiner Navigationsfehler, und schon war es passiert: Festgefahren, im
Watt vor Eckwarden und auch noch kurz vor Hochwasser. Ungünstiger
geht es kaum.

Hilfe kam sofort. Ein Regattateilnehmer der vorausfahrenden Gruppe hat
die Wettfahrt abgebrochen und sein mit geringerem Tiefgang
ausgestattetes Boot zum Havaristen gesteuert. Nun musste es schnell
gehen. Das Wasser begann bereits zu kippen, und bei der
Geschwindigkeit, in der das Wasser mit dem Ebbstrom aus dem
Jadebusen gezogen wird, zählt jede Minute. Der Funkverkehr überschlug
sich, Vorschläge aller Art kamen von den Clubkameraden über den Äther.

ttt

Das Dröhnen eines unter Vollgas laufenden Bootsmotors schallte über
das fast bei Windstille treibende Regattafeld, unterstützt von dem Jaulen
eines Außenborders des Begleitbootes.
    
Die Regatta, die in der Zwischenzeit weiter lief, litt unter einschlafendem
Wind und der kippenden Tide. Die großen und damit zuletzt gestarteten
Boote hatten keine Chance mehr, die Wendetonne rechtzeitig zu
erreichen. Das Wasser zog sie einfach wieder zurück. Die kleineren
hatten sie schon durch einen früheren Start umrundet, aber hatten auf
dem weiteren Kurs auch mit einschlafendem Wind zu kämpfen. Kein Weg
führte daran vorbei - die Regatta wurde abgebrochen. Da konnte nichts
gewertet werden und Sicherheit geht vor.

Das Thema wurde in der Schleuse diskutiert, tat der Stimmung am Abend
aber keinen Abbruch. Der Clubgeburtstag fand am Abend seinen Ausklang
in der festlich geschmückten kleinen Bootshalle, in der der Festausschuss
wieder für Getränke und ein leckeres Spanferkelessen gesorgt hatte und
die Clubkameraden bis spät in der Nacht zusammen saßen.